Darmpilz – Therapie Hamburg: Darmpilze erkennen, im Labor nachweisen und dann mit einer naturheilkundlichen Therapie ausmerzen

Pilze, die Krankheiten verursachen, treten in drei "Erscheinungsformen" auf: Schimmelpilze, Hefepilze und Hautpilze (sogenannte Dermatophyten). Während für den Schimmelpilz Aspergillus niger, der das Gift Aflatoxin herstellt, und für die Hautpilze, deren zerstörerisches Werk augenfällig ist, kein Zweifel an ihrem Krankheitspotential besteht, wird die Rolle der Hefepilze kontrovers diskutiert.

Einig ist man sich in der Naturheilkunde darüber, dass eine extreme Besiedelung und Ausbreitung von Hefepilzen wie Candida albicans im Darm eine ernsthafte Erkrankung darstellt.

Ursachen/Risikofaktoren

In der Dünn- und Dickdarm auskleidenden Schleimhaut leben bis zu 10 Billionen einzellige Mikroorganismen, meist Bakterien. Mehr als 500 verschiedene Mikrobenarten, darunter auch Hefepilze, lassen sich hier nachweisen. Man spricht von der Mikroflora des Darms („Darmflora“), die sich normalerweise in einem gesunden Gleichgewicht befindet. Sie ist lebenswichtig für uns. Die "guten Bakterien" bilden auf der Darmwand eine Schicht, die eine Verbindung zwischen Außen (z.B. hereinkommende Nahrung) und Innen (Darmwand und Blutgefäßsystem) bildet. Hier werden "Feinde" von außen abgewehrt und "Freunde" toleriert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Darmschleimhaut-Immunsystem. Die in einer engen Symbiose (Lebensgemeinschaft mit wechselseitigem Nutzen) mit uns lebenden Bakterien haben neben der Errichtung einer mikrobiellen Barriere vielfältige Aufgaben: Sie regen die Darmwand-Muskelbewegung zum Transport des Nahrungsbreis an, sie bilden mit Hilfe unserer Nahrung wichtige Nährstoffe und Vitamine (z.B. Thiamin, Folsäure, Vitamin B2, B5, B12) und sie trainieren das Immunsystem. Bereits bei der Geburt siedeln sich die ersten Bakterien in unserem Körper an und besetzen die unterschiedlichen Nischen von Mundhöhle bis Darmausgang.

Krankheitsbild

Die Erkennung der Candida-Infektion ist nicht einfach, denn es gibt keine speziellen, unverwechselbaren Krankheitszeichen. Je nach Zustand des Organismus bzw. seines Immunsystems können sie äußerst vielfältig sein.

Wenn einzelne oder mehrere Krankheitszeichen aus der folgenden Liste gleichzeitig wiederholt oder über einen längeren Zeitraum auftreten, könnten Darmpilze die Ursache sein:

  • Lustlosigkeit, Gereiztheit,
  • Gefühle des Versagens,
  • Angst, nicht mehr den Anforderungen gewachsen zu sein,
  • mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich,
  • permanente Müdigkeit,
  • Schlafstörungen,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Verzweiflung bis hin zu Hoffnungslosigkeit,
  • Depressionen,
  • chronischer Motivationslosigkeit,
  • Stimmungsschwankungen und
  • körperliche Beschwerden wie Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-, Darm-Beschwerden.

Typisch für Burnout ist der Rückzug von Kollegen, Kunden, Freunden und Bekannten.

Erkennung/ Untersuchungen

Der Verdacht auf eine Darmpilz-Infektion wird in der Regel durch den Nachweis der Pilze im Stuhl bestätigt.

Stuhluntersuchung

Ein speziell auf die Darmflora sowie Pilzbefall spezialisiertes Labor erstellt einen Stuhlbefund, auf dem die einzelnen Darmbakterienarten sowie der pH-Wert des Stuhls und weitere Parameter – je nach Beschwerdebild - ersichtlich sind.

Anti-mykotische Therapie (Pilzabtötende Therapie)

Für die Behandlung der Candidose stehen Medikamente zur Verfügung, die gezielt die Darmpilze, nicht aber die nützlichen Darmbakterien abtöten und die ausschließlich im Magen-Darm-Trakt wirksam sind. Das am häufigsten verwendete Präparat ist Nystatin, das die Darmwand ins Innere des Körpers nicht durchdringen kann und nach vollendeter Arbeit den Verdauungstrakt auf natürlichem Wege wieder verlässt. Deshalb hat dieses Medikament kaum Nebenwirkungen auf den Körper, in einigen Fällen kann es bei hoher Dosierung Durchfall verursachen. Oft ist eine Kombination aus Nystatin und homöopathischen Anti-Pilz-Mitteln sinnvoll, besonders wenn die Darmpilze tief in der Schleimhaut sitzen oder diese sogar schon „durchwandert“ haben.

Darmsanierung

Es müssen nicht immer Pilze sein, die das Gleichgewicht im Darm stören. Auch zu viele oder zu wenige Darmbakterien in der Darmflora können zu Beschwerden führen. Hier ist ebenfalls eine Stuhlprobe Ausgang der Behandlung. Sie zeigt, welche Bakterienpopulationen in der Über- und welche in der Unterzahl sind. Entsprechende Darmtherapeutika können dann helfen, die „guten“ Bakterienstämme wieder aufzubauen. Erfreulicherweise regulieren diese „Symbionten“ dann das Wachstum von pathogenen („bösen“) Keimen und Pilzen. Darmtherapeutika stehen für den Dünn- und Dickdarm zur Verfügung und können bereits bei Säuglingen (z. B. bei Windelsoor) eingesetzt werden.

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